information superhighway Daten, Menschen, und wie sie miteinander umgehen

7Dec/090

Die Zukunft war früher einfach cooler

"These spectacular conceptions will lead to new dimensions for the american highway. Such visionary ideas, which today seem sheer fantasy will be common to future generations".

Der Disneyland-Film "Magic Highway USA" ist schon einiges älter, als der Begriff vom "Information Superhighway"... und trotzdem tauchen auch hier im Jahr 1958 natürlich schon ein bisschen Informationstechnologie und Usability auf.

"As in the past, the highway will continue to play a vital role in the progress of civilisation. It will be our magic carpet to new hopes, new dreams, and a better way of life for the future". Moment, die meinen Internet, oder?

Gefunden bei BoingBoing.

7Dec/090

Die britische SUN mit Pen-Touch-Interface

Während TIME Inc. noch an dem Magazin für Touch-Oberflächen arbeitet hat die britische SUN ihr Produkt schon im Laden. Seit 1969. Gefunden bei Thomas Knüwer, und im Gegensatz zu ihm finde ich den Spot brilliant. Als Reklame, im Fernsehen. Und nicht als strategisches Statement.

7Dec/090

Vormerken: UXcamp Europe 2010

UXcamp europe 2010
Interessant wars beim Berliner User Experience Barcamp 2009 – wie immer gab es einige hochgradig spannende Sessions, und einige, die eher so lala waren. Nächstes Jahr wird das Berliner Camp ein bisschen über den Tellerrand schauen und auf Englisch als UXcamp Europe abgehalten. Zeitlich wird das Ganze dann auch in der Nähe der UPA Hauptkonferenz in München (Usability Professionals' Association) liegen. Und zwar am 29. und 30.05.2010. Wieder in Berlin. Gleich schonmal eintragen...

4Dec/090

Kathrin Passig über Standardsituationen der Technologiekritik

techn"Schon Praktiken und Techniken, die nur eine Variante des Bekannten darstellen – wie die elektrische Schreibmaschine als Nachfolgerin der mechanischen –, stoßen in der Kulturkritikbranche auf Widerwillen. Noch schwerer haben es Neuerungen, die wie das Telefon oder das Internet ein weitgehend neues Feld eröffnen. Wenn es zum Zeitpunkt der Entstehung des Lebens schon Kulturkritiker gegeben hätte, hätten sie missmutig in ihre Magazine geschrieben: »Leben – what is it good for? Es ging doch bisher auch so.«"

Sehr lesenswert. Und es gibt mehr davon hier.

Bild: Samy0716 unter CC-Lizenz, http://www.flickr.com/photos/toasty/ / CC BY 2.0
4Dec/090

Twoddler: das Twitter-Spielzeug

Twoddler

Für das Twitter-Spielzeug "Twoddler" gab es den wohlverdienten INCA Award for Innovative and Creative Applications. Twoddler basiert auf dem eigentlich recht banalen "Activity Center" von Fisher Price. Die neu dazugepackte Software erhält Daten von verschiedenen nachträglich eingebauten Sensoren und versucht daraufhin, einen vordefinierten Text zuzuordnen, der im Kontext zu den Sensorendaten steht. Wenn der Kleene also zum Beispiel länger als 3 Minuten mit Mamas Bild spielt, dann wird eine Twitter-Nachricht versendet die sagt "Paul vermisst seine Mama und freut sich darauf, heute abend mit ihr zu spielen". Wenn er mit der Glocke spielt wird die Twitter-Nachricht hingegen lauten: "Paul zeigt seine musikalischen Talente mit einem neuen Ton".

4Dec/091

Last.fm steigt bei Vevo von Universal Music, Sony und Google ein

transvevo2

Was bisher eher platzhaltermäßig mit einem rudimentären Blog daherkommt startet am 8. Dezember als neue Video-Plattform von Universal Music, Sony Music und Google: Vevo. CBS steigt nun zusätzlich mit seinen amerikanischen Radiosendern und last.fm in das Projekt ein. Vevo soll ein neues Zuhause werden für "Premium Music Content" – also zum Beispiel auch für  Mitschnitte von Studio-Auftritten und Interviews von CBS. Und natürlich bringt auch Universal seine umfangreichen Rechte an Videomaterial, z.B. für Musikvideos oder Konzertmitschnitte mit ein.

Auch bislang schon sind offizielle Musikvideos eine der wichtigsten Inhaltsarten auf Youtube, sowohl in Menge als auch in Abrufzahlen – und haben dort ein riesiges Publikum. Otto Normaluser wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin eher auf Youtube nach Band-Content suchen, und die Begründungen von den Projekttreibern Google und Universal für ihre Initiative blieben bislang eher wolkig. Man will eben das Hulu für Musikvideos werden, auch wenn es da neben Youtube auf Nutzerseite wohl kaum Bedarf gibt.

Die Beweggründe für Vevo dürften also eher politischer Art sein:

  • Immer wieder laufen Lizenzdeals aus, die Google mit den Major Labels hat. Als User merkt man das, wenn plötzlich wieder bei vielen Videos der Ton fehlt und Urheberechtshinweise erscheinen. Die Labels erhalten für gespielte Videos Micro-Beträge sowie Beteiligungen an den Werbeerlösen. Mit Vevo wollen die Labels also nun nicht nur ein kleines Stückchen vom Kuchen, sondern selbst einen backen. Für zukünftige Lizenzverhandlungen entsteht hier auch zusätzliche Verhandlungsmasse. Man ist nicht mehr nur Content-Produzent und Verbreiter, sondern sitzt fortan auch ein Stück weit im gleichen Boot.
  • Ein separates Portal ermöglicht auch ein eigenes Setting an Regeln, Prozessen und Features. Sehr viele Features bei Youtube werden von den Standardnutzern als unwichtig bewertet und existieren vor allem deshalb so prominent, weil sie den Uploadern am Herzen liegen (z.B. Feedbacks, Bewertungen, Video-Antworten). Und "Uploader" wird es dem Anschein nach bei Vevo nicht geben. Man darf also spekulieren, dass solche Features bei Vevo zwar auch vorkommen werden, aber eher in den Hintergrund treten. Und dass Dinge auf Vevo einfach ein wenig anders funktionieren – zugeschnitten auf die Interessen der Labels.
  • Ein separates Portal, an dem Universal und Sony Music Anteile halten ermöglicht es Ihnen aber auch, dieses zu bewerben ohne als Nebeneffekt Youtubes Markenwert und Beliebtheit zu steigern – wovon man ja nun herzlich wenig hätte. Im Gegenteil: dadurch würde die Abhängigkeit von Youtube als Promotion-Medium eher noch steigen. Schon jetzt kann man getrost davon ausgehen, dass Youtube hier ebenso wichtig ist wie MTV. Hier ist Vevo eine strategisch elegante Lösung.

Fazit: Vevo wird aus Nutzersicht nicht wirklich gebraucht, ist aber aus seitens der Musikindustrie absolut überfällig, so wie Hulu es für TV war. Ebenso wie bei iTunes hat sich die Musikindustrie die Butter vom Brot nehmen lassen. Jetzt die inhaltliche Kooperation mit Google zu suchen anstatt weiter mit Insellösungen herumzukrebsen ist richtig und konsequent.

Bild: KMJ unter GNU-Lizenz
3Dec/091

Social Advertising: Facebook-Zwillinge finden mit Coke Zero

Coke Zero
Coke Zero hat die bereits im Oktober angekündigte Zwillings-App auf Facebook jetzt gelauncht: mit dem Facial Profiler kann man mit Hilfe von Gesichtserkennungssoftware seinen "Zwilling" finden... und das funktioniert erstaunlich gut. Für den Abgleich wird das Profilphoto verwendet oder man lädt via Webcam direkt ein Bild in die Applikation. Und selbstverständlich kann man das dann gefundene Match dann auch kontaktieren. Die Gestaltung der App ist ziemlich gelungen und zeigt, was tatsächlich drin ist für Marken, die diesen Kanal nutzen wollen.

2Dec/090

Das Touch-Magazin und die iPad-Gerüchteküche

Simulation eines interaktiven Touch-Magazins von TIME Inc.

Simulation eines interaktiven Touch-Magazins von TIME Inc.

Nach Condè Nast hat jetzt auch TIME Inc. Ideen vorgestellt, wie die eigenen Magazine in Zukunft als digitale Version erscheinen könnten. Das alles basiert letztlich auf den Gerüchten rund um das "iPad" von Apple, auch wenn hier auf einem fiktiven Gerät mit  "Time Inc." Branding präsentiert wird. Mal heißt es, US-Verlage seien für das iPad als Content-Lieferanten schon großflächig eingebunden, und mal wird das heftig dementiert. Auf jeden Fall hat sich dieses Thema inzwischen soweit verselbstständigt, dass es kaum verwundern würde, wenn sich das "iPad" als letztlich etwas ganz anderes entpuppt, als momentan dahinspekuliert wird. Dass aber schon bald geeignete Geräte (im Gegensatz zu Amazons Kindle...) in Farbe und mit Touch-Oberfläche kommen darf schon angenommen werden.

2Dec/090

Christopher Wink über Bürgerjournalismus

"Horseless Carriage"

‘Citizen Journalism’ is a phrase just like ‘Horseless carriage’, and we needed both.

"News-gathering can be profitable — there are oodles of examples of them. The challenge is taking those dollars to create the most efficiently-produced local journalism."

30Nov/090

Das iPhone als Studio-Equipment

Wenn kurz vor der nächsten Nachrichtensendung sämtliche Telefone und Computer des Sendezentrums den Geist aufgeben, dann darf man von panischen Reaktionen ausgehen. Die Texte für die BBC-Radionachrichten vor ein paar Tagen ließen sich nicht ausdrucken oder sonstwie verarbeiten, und so musste eine schnelle Lösung her. Die einzig verfügbare: Sprecherin Allison Rooper bekam die Texte auf ihr iPhone gemailt und las sie von dort ab. Hat funktioniert. Mehr dazu: Daily Mail