Mass Customization: die Leiden des jungen Herbert aus Pritzwalk
Wenn Herbert aus Pritzwalk mit den kurzen blonden Haaren in einem Buch über einen Herbert aus Pritzwalk mit den kurzen blonden Haaren liest dann ist das kurios. Außer es ist kein Zufall, und das Buch stammt von Personal Novel. Das ist die Kombination von Print-on-Demand und Personalisierung: individuelle Angaben wie Name, Haarfarbe, Augenfarbe und Ort werden aus einem Formular in das einzeln gedruckte Buch übernommen. Eine interessante Idee – auch wenn man davon ausgehen darf, dass die Geschichten, in denen Herbert dann vorkommt mit so einigen Einschränkungen klarkommen müssen. Sex, Drugs and Rock n' Roll sind da wohl kaum zu erwarten. Wird ja als Geschenk vermarktet.
Bild: Smelosscross, Lizenz: CC 2.0
Die britische SUN mit Pen-Touch-Interface
Während TIME Inc. noch an dem Magazin für Touch-Oberflächen arbeitet hat die britische SUN ihr Produkt schon im Laden. Seit 1969. Gefunden bei Thomas Knüwer, und im Gegensatz zu ihm finde ich den Spot brilliant. Als Reklame, im Fernsehen. Und nicht als strategisches Statement.
Das Touch-Magazin und die iPad-Gerüchteküche

Simulation eines interaktiven Touch-Magazins von TIME Inc.
Nach Condè Nast hat jetzt auch TIME Inc. Ideen vorgestellt, wie die eigenen Magazine in Zukunft als digitale Version erscheinen könnten. Das alles basiert letztlich auf den Gerüchten rund um das "iPad" von Apple, auch wenn hier auf einem fiktiven Gerät mit "Time Inc." Branding präsentiert wird. Mal heißt es, US-Verlage seien für das iPad als Content-Lieferanten schon großflächig eingebunden, und mal wird das heftig dementiert. Auf jeden Fall hat sich dieses Thema inzwischen soweit verselbstständigt, dass es kaum verwundern würde, wenn sich das "iPad" als letztlich etwas ganz anderes entpuppt, als momentan dahinspekuliert wird. Dass aber schon bald geeignete Geräte (im Gegensatz zu Amazons Kindle...) in Farbe und mit Touch-Oberfläche kommen darf schon angenommen werden.
Verlage und Verluste: Das Gespenst “Gratis-Kultur”
"Die Gratiskultur existiert nicht. Sie ist ein Mythos. Besser: eine leichte Ausrede, um sich nicht kümmern zu müssen."
Thomas Knüwer über das Investitionsgut "Zeit" und die Ignoranz der Verlage


