information superhighway Daten, Menschen, und wie sie miteinander umgehen

14Feb/100

Facebook in Zahlen 2010

facebook_map_Google setzt sich gerade mit "Buzz" gehörig in die Nesseln … und Facebook gewinnt unterdessen immer weiter an Schwung. Einige aktuelle Zahlen von Facebook, angereichert mit ein paar vollkommen beliebigen Vergleichen:

  • Aktuell sind 400 Mio.Nutzer bei Facebook registriert. Zum Vergleich: die Europäische Union hat 479. Mio. Einwohner.
  • 100 Millionen Menschen nutzen Facebook über ihr Handy oder Smartphone. Und wer Facebook auf dem Handy nutzt ist auch allgemein doppelt so aktiv auf der Plattform wie ein reiner Online-Nutzer.
  • 50% der Nutzer loggen sich jeden Tag bei Facebook ein. Von diesen 200 Mio. Nutzern erstellen ca. 35 Mio. jeden Tag ein Status-Update.
  • Jeden Monat werden 3 Milliarden Bilder bei Facebook hochgeladen. Zum Vergleich: Flickr gab im Oktober 2009 an, insgesamt 4 Milliarden Bilder zu hosten.
  • Es gibt 3 Millionen aktive "Pages" auf Facebook, 1,5 Millionen davon werden von "Local Businesses" betrieben.
  • Jeden Tag werden 20 Millionen Nutzer Fan einer "Page", insgesamt sind es bislang 5,3 Milliarden Fans (= durchschnittlich ca. 13 Pages pro User)
  • Der durschnittliche Facebook-User hat 130 Freunde, verschickt pro Monat 8 Freundschaftsanfragen, nutzt Facebook mehr als 55 Minuten jeden Tag und schreibt 25 Kommentare im Monat. Ob der durchschnittliche Facebook-Nutzer angesichts dessen noch Zeit für Offline-Banalitäten wie z.B. Sex hat wird nicht erfasst.

Und, ganz großartig: Facebook hat auf Facebook 7,2 Millionen Fans. MySpace hingegen hat nur 84.000.

Diese und mehr Zahlen zu Facebook gibt es hier im Pressebereich.

4Dec/090

Twoddler: das Twitter-Spielzeug

Twoddler

Für das Twitter-Spielzeug "Twoddler" gab es den wohlverdienten INCA Award for Innovative and Creative Applications. Twoddler basiert auf dem eigentlich recht banalen "Activity Center" von Fisher Price. Die neu dazugepackte Software erhält Daten von verschiedenen nachträglich eingebauten Sensoren und versucht daraufhin, einen vordefinierten Text zuzuordnen, der im Kontext zu den Sensorendaten steht. Wenn der Kleene also zum Beispiel länger als 3 Minuten mit Mamas Bild spielt, dann wird eine Twitter-Nachricht versendet die sagt "Paul vermisst seine Mama und freut sich darauf, heute abend mit ihr zu spielen". Wenn er mit der Glocke spielt wird die Twitter-Nachricht hingegen lauten: "Paul zeigt seine musikalischen Talente mit einem neuen Ton".

30Nov/090

Best Practice Social Media: Filialeröffnung von IKEA auf Facebook

Das schöne an Facebook ist ja die Vielfalt an Funktionen und Features, die sich für Aktivitäten nutzen lassen: Profile, Fanseiten, Gruppen, Photo-Tagging, Applications, und so weiter. IKEA hat für die Eröffnung einer neuen Filiale in Malmö mit einem Phototagging-Gewinnspiel für Aufmerksamkeit gesorgt. Clevere Sache.

2Nov/090

Social Media: Die Abschaltung des Web 1.0

Vor einer Woche hat Yahoo das Web 1.0 abgeschaltet.
Oder zumindest das, was mit seinen blinkenden, WordArt-Texten, hüpfenden Baustellenschildern und tanzen Streifenhörnchen-GIFs so schön für die allerersten Schritte im Web stand, die wir mal alle getan haben. Als man noch ganz aufgeregt war, dass man "drin" war, und das Modem munter vor sich hinfiepte. Yahoo hat GeoCities abgeschaltet, den Website-Hoster, den man anno 1999 für sagenhafte 3,5 Milliarden Dollar (in überbewerteten Aktien) übernommen und danach weitestgehend sich selbst überlassen hatte.

Damals state of the art: unter der GeoCity-typischen Adresse HotSprings 1837 verbarg sich diese absolut ernstgemeinte Seite zum Thema Schlafstörungen

Damals state of the art: unter der GeoCity-typischen Adresse HotSprings 1837 verbarg sich diese absolut ernstgemeinte Seite zum Thema Schlafstörungen

Verglichen mit GeoCities ist selbst MySpace eine Ort der Ruhe und Meditation, und aus heutiger Sicht war es einfach nur ziemlich hässlich und schlimm. Nach dem Kauf durch Yahoo ging es dann auch steil bergab: eine GeoCities-URL war vom Zeichen von Medienkompetenz und versiertem Early-Adopter-Dasein zu einem peinlichen Geständnis geworden. Aber man sollte sich nicht darüber hinweg täuschen lassen, dass GeoCities mal das dritthäufigst besuchte Angebot im Web war... und dass die Idee, jedem einen eigenen Platz in diesem neuen Webdings zu geben anno 1995 überhaupt nichts banales darstellte. Sich in dieser neuen, fremden Welt namens Internet einen eigenen Platz zu schaffen war nicht peinlich – es war großartig und erhebend.

Immer austauschbarer: Die Logos von Geocities

Immer austauschbarer: Die Logos von Geocities

Ein kleiner Teil des Niedergangs von GeoCities ist einer desaströsen Markenstrategie mit ständig wechselnden und austauschbaren Logos geschuldet (nicht umsonst ist aus Flickr nicht Yahoo Flickr geworden... man hat gelernt). Der Todesstoß dürfte aber wohl gewesen sein, dass man ein ganz normaler Gratishoster in einem Me-Too-Markt wurde. Der Nachbarschaftsgedanke (auf der Startseite von 1996: "Today's cool Homestead: HotSprings 1837") und andere Einzigartigkeiten spielten keine Rolle mehr, und die eigene, ursprüngliche Idee wurde nicht konsequent weiterentwickelt. Anstatt als Community neue Coolness zu entwickeln und letztlich MySpace den Erfolg vorwegzunehmen war man fortan der Zombie des Gratishoster-Marktes. Community-Marken dürfen ein bisschen "whacky" sein – da darf, je nach Zielgruppe, auch durchaus einiges an Trash passieren. Denn es ist der eigene geliebte Trash, oder der von Freunden. Für ein Unternehmen, das sich weiterhin als Hoster definierte war dieses Image aber tödlich. Kurzum: anders als viele Pessimisten meinen hätte es durchaus funktionieren können.

GeoCities hat neben ein paar wenigen anderen das Fundament für Social Web und "User Generated Content" gelegt. Ein Augenblick des Innehaltens und Gedenkens ist angemessen.

GeoCities auf web.archive.org:

25Jul/090

Vodafone und Social Media: kleine Einparkhilfe

Das wirklich traurige an der ganzen Vodafone-Nummer ist, wie sehr sie immer noch aus den ganz alten Kontroversen besteht. Grottige supidupi-wir-können-Social-Media Pressekonferenz, Blogger, die auf ihren Blogs Werbung für "böse" Unternehmen zulassen oder als Werbefiguren auftreten, sich anbiedernde Unternehmen, und in der Blogospähre fängt man an, erst Vodafone und dann sich selbst zu zerfleischen. Die gute alte Schule. Nicht dass die Erregung nicht gerechtfertigt wäre – aber so viel grundlegend neues gibt es bei der ganzen Sache einfach nicht – man kann zusehen und Popcorn essen.

Sehr erfrischend ist da doch mal der Beitrag von Martin Oetting, der ganz ohne das Wort Vodafone auskommt: Da steht ein LKW in einem Einfamilienhaus

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22Jul/090

Twittern ist kostenlos und man tut es mit dem Daumen.

Kevin Spacey erklärt David Letterman Twitter:

Spacey: “... und in ca. einer Stunde bekomme ich hundert Antworten, die auch "Hi" sagen.”
Letterman: “Das ist wirklich ein Wunder!”

Kevin Spacey auf Twitter

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