Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast.
Wo wir uns auch rumtreiben: unsere Browser-History weiß es. Zumindest wenn wir sie nicht gelegentlich löschen. Wie gut, dass sie sicher behütet auf dem eigenen Rechner liegt und keine Website dieser Welt sie auslesen kann. Eigentlich.
Aber: es gibt einen interessanten Work-Around, der zumindest auf den allerersten Blick ein kleiner Privatspähren-Schocker ist. Jeder kennts: besuchte Links können andersfarbig markiert werden (z.B. bereits besuchte Suchergebnisse auf Google). Dazu wird nicht abgefragt "welche Websites hast du Browser bereits besucht" (geht nicht), sondern "hast du die Website XY schon besucht?" (geht).
Der ausgesprochen hinterhältige Trick besteht nun darin, diese Frage sehr sehr oft zu stellen – anhand von einer Liste der meist besuchten Websites. Damit ist die Trefferwahrscheinlichkeit zwar hoch, aber darin besteht eben auch die gute Nachricht: In der Masse von Milliarden Website kann nur ein Bruchteil abgefragt werden. Und: die hohe Anzahl an Abfragen dauert ein bisschen. Liesse alsojemand so etwas im Hintergrund auf einer datendiebischen Website laufen müsste man sich dort also schon eine Weile aufhalten, bis ein detailliertes Profil erstellt werden kann.
So sieht es in der Praxis aus...
Würde diese Abfrage im Hintergrund laufen, dann könnte der zu neugierige Betreiber die Ergebnisse übrigens auch in einer Datenbank speichern und zu dem Seitenbesuch einen Cookie setzen. Auf anderen Websites könnte so entsprechend dem gespeicherten History-Profil auf diese Daten zugegriffen werden, um beispielsweise "passende" Werbung anzuzeigen. Unschön.


