information superhighway Daten, Menschen, und wie sie miteinander umgehen

27Jul/090

Verlage und Verluste: Das Gespenst “Gratis-Kultur”

"Die Gratiskultur existiert nicht. Sie ist ein Mythos. Besser: eine leichte Ausrede, um sich nicht kümmern zu müssen."

Thomas Knüwer über das Investitionsgut "Zeit" und die Ignoranz der Verlage

27Jul/090

Virales: Ulla und Sixt

Nach dem gestrigen Jung von Matt-Bashing hier mal ein Eintrag zur Ehrenrettung: Ulla Schmidt bei Sixt:

sixt_ulla

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27Jul/090

Informationsarchitektur: Der Wissenschaftsartikel der Zukunft?

evier_wissenschaftsartikel

Der ziemlich große Wissenschaftsverlag Elsevier denkt darüber nach, wie ein wissenschaftlicher Aritkel in Zukunft im Web aussieht. Das ist vor allem spannend, weil hier im Vergleich zu Publikumstiteln sehr viel mehr Meta-Informationen (Quellen, Autoren, Danksagungen...) zu berücksichtigen sind. Eigentlich gibt es dabei was die Darstellung angeht nicht so viel neues: Reiterchen, AJAX-Dinge, alles sehr dynamisch. Trotzdem ist dieser Aufwand sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass selbst bei großen Publikumstiteln sich immernoch in jedem zweiten Online-Artikel Hinweise wie "siehe Seite 12" oder "siehe Kasten rechts" befinden. Und bemerkenswert ist auch die Vielzahl an Content-Tools mit denen die Inhalte hier beackert werden: Quellen alphabetisch, Quellen-Autoren alphabetisch, u.s.w. Mitunter hat man sogar das Gefühl, dass zu viele Optionen angeboten werden, und die wichtigen Inhalte in Konkurrenz zu Sortiermöglichkeiten und anderen Content-Tools stehen. Und auch das versenden von Links in tefere Inhalte dürfte sich als Problem herausstellen: Dank dynamischer Inhalte liegt schließlich alles unter der URL des Artikels und man landet stehts beim Einstieg.

Zum kucken:

Artikel-Beispiel 1, Artikel-Beispiel 2

25Jul/090

Vodafone und Social Media: kleine Einparkhilfe

Das wirklich traurige an der ganzen Vodafone-Nummer ist, wie sehr sie immer noch aus den ganz alten Kontroversen besteht. Grottige supidupi-wir-können-Social-Media Pressekonferenz, Blogger, die auf ihren Blogs Werbung für "böse" Unternehmen zulassen oder als Werbefiguren auftreten, sich anbiedernde Unternehmen, und in der Blogospähre fängt man an, erst Vodafone und dann sich selbst zu zerfleischen. Die gute alte Schule. Nicht dass die Erregung nicht gerechtfertigt wäre – aber so viel grundlegend neues gibt es bei der ganzen Sache einfach nicht – man kann zusehen und Popcorn essen.

Sehr erfrischend ist da doch mal der Beitrag von Martin Oetting, der ganz ohne das Wort Vodafone auskommt: Da steht ein LKW in einem Einfamilienhaus

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25Jul/092

Werbung eher un-viral: Mehr oder weniger Boom-de-ya-da bei RWE

Heute gibt's mal eine kleine Gegenüberstellung: zwei Kampagnen mit dem Thema "die Erde lieb haben". Einmal in viral-tauglicher Ausführung – und einmal in schmerzhaft infantiler und vollkommen viral-untauglicher Version. Die Variante 1 kommt vom Discovery Channel. Und Variante 2 ist der Spot, den die Agentur Jung von Matt für einen komplett anderen Kunden zum gleichen Thema ersonnen hat.

Discovery Channel: Boom-da-ya-da!

RWE: Der Energieriese

Man kann es wohl nicht anders sagen: wenigstens musikalisch ist der JvM-Spot durch Discovery Channel inspiriert. Es handelt sich um ein Lagerfeuerlied, das die JvM-Trojaner vorher wohl kaum beim Grillen an der Elbe gesungen haben.

Der RWE-Spot ist der unglaubwürdigste Versuch von Greenwashing, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Für Web und Virales ist er ein Negativ-Lehrbeispiel, weil er mit der Botschaft "groß = gut" dem Betrachter ziemlich schamlos und durchschaubar ins Gesicht lügt. Mein Verbraucherhirn kann sich an keine Nachricht der letzten 5 Jahre erinnern, die einen Hinweis enthält, dass große Stromanbieter total prima sind. Strompreiserhöhungen, mangelhafte Sicherheitskultur (Vattenfall), neue Braunkohlekraftwerke und ausfallende Netze im Winter (RWE) bleiben eben hängen. Und dort wo tatsächlich gute Argumente drin stecken (ja, große Unternehmen sind nicht immer nur furchtbar), werden sie durch die debile Aufbereitung dann doch eher unglaubwürdig. Sollte der "Stromriese" jemals in digitalen Kanälen abheben, dann wohl nur in Form von Hohn und Spott, die sich über Absender und Agentur ergießen.

Achja: von Jung von Matt kommt meines Wissens nach übrigens auch der RWE-Claim "voRWEg gehen", der an dieser Stelle mal nicht weiter kommentiert sei.

Nachtrag: achja, es gab tatsächlich erst gerade einen genauso bananige Fall von Greenwashing: dieser gestelzte und nicht recht sympathische Mensch, der im Spot für E.On Gezeitenkraftwerke erklärt. Aber da hat man sich wohl von vornherein keine Hoffnungen auf Virales gemacht.

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24Jul/090

Cyberspace: “Where are you? What is the space in which your consciousness is located?”

Interessante Gedanken von Neil Postman ("Wir amüsieren uns zu Tode") über den "Cyberspace" – anno 1995.

24Jul/090

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast.

scanning_historyWo wir uns auch rumtreiben: unsere Browser-History weiß es. Zumindest wenn wir sie nicht gelegentlich löschen. Wie gut, dass sie sicher behütet auf dem eigenen Rechner liegt und keine Website dieser Welt sie auslesen kann. Eigentlich.

Aber: es gibt einen interessanten Work-Around, der zumindest auf den allerersten Blick ein kleiner Privatspähren-Schocker ist. Jeder kennts: besuchte Links können andersfarbig markiert werden (z.B. bereits besuchte Suchergebnisse auf Google). Dazu wird nicht abgefragt "welche Websites hast du Browser bereits besucht" (geht nicht), sondern "hast du die Website XY schon besucht?" (geht).

Der ausgesprochen hinterhältige Trick besteht nun darin, diese Frage sehr sehr oft zu stellen – anhand von einer Liste der meist besuchten Websites. Damit ist die Trefferwahrscheinlichkeit zwar hoch, aber darin besteht eben auch die gute Nachricht: In der Masse von Milliarden Website kann nur ein Bruchteil abgefragt werden. Und: die hohe Anzahl an Abfragen dauert ein bisschen. Liesse alsojemand so etwas im Hintergrund auf einer datendiebischen Website laufen müsste man sich dort also schon eine Weile aufhalten, bis ein detailliertes Profil erstellt werden kann.

So sieht es in der Praxis aus...

Würde diese Abfrage im Hintergrund laufen, dann könnte der zu neugierige Betreiber die Ergebnisse übrigens auch in einer Datenbank speichern und zu dem Seitenbesuch einen Cookie setzen. Auf anderen Websites könnte so entsprechend dem gespeicherten History-Profil auf diese Daten zugegriffen werden, um beispielsweise "passende" Werbung anzuzeigen. Unschön.

24Jul/090

Apple-Website vor 25 Jahren

Dave Lawrence hat darüber nachgedacht, wie die Apple-Website wohl im Jahr 1983 ausgesehen hätte...vorausgesetzt es hätte schon Internet mit Browser und solchen Schikanen wie Graphik und Farbtiefe gegeben. In groß anzusehen hier.

So oder so ähnlich hätte die Apple-Website 1983 ausgesehen

So oder so ähnlich hätte die Apple-Website 1983 ausgesehen

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24Jul/090

iPhone: Icons im Anflug

Schaufenster im Apple Flagship-Store in Palo Alto: Application-Icons als Installation – parallel auf Screen und iPhone-Bildschirm

22Jul/090

Twittern ist kostenlos und man tut es mit dem Daumen.

Kevin Spacey erklärt David Letterman Twitter:

Spacey: “... und in ca. einer Stunde bekomme ich hundert Antworten, die auch "Hi" sagen.”
Letterman: “Das ist wirklich ein Wunder!”

Kevin Spacey auf Twitter

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