Verlage und Verluste: Das Gespenst “Gratis-Kultur”
"Die Gratiskultur existiert nicht. Sie ist ein Mythos. Besser: eine leichte Ausrede, um sich nicht kümmern zu müssen."
Thomas Knüwer über das Investitionsgut "Zeit" und die Ignoranz der Verlage
Informationsarchitektur: Der Wissenschaftsartikel der Zukunft?

Der ziemlich große Wissenschaftsverlag Elsevier denkt darüber nach, wie ein wissenschaftlicher Aritkel in Zukunft im Web aussieht. Das ist vor allem spannend, weil hier im Vergleich zu Publikumstiteln sehr viel mehr Meta-Informationen (Quellen, Autoren, Danksagungen...) zu berücksichtigen sind. Eigentlich gibt es dabei was die Darstellung angeht nicht so viel neues: Reiterchen, AJAX-Dinge, alles sehr dynamisch. Trotzdem ist dieser Aufwand sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass selbst bei großen Publikumstiteln sich immernoch in jedem zweiten Online-Artikel Hinweise wie "siehe Seite 12" oder "siehe Kasten rechts" befinden. Und bemerkenswert ist auch die Vielzahl an Content-Tools mit denen die Inhalte hier beackert werden: Quellen alphabetisch, Quellen-Autoren alphabetisch, u.s.w. Mitunter hat man sogar das Gefühl, dass zu viele Optionen angeboten werden, und die wichtigen Inhalte in Konkurrenz zu Sortiermöglichkeiten und anderen Content-Tools stehen. Und auch das versenden von Links in tefere Inhalte dürfte sich als Problem herausstellen: Dank dynamischer Inhalte liegt schließlich alles unter der URL des Artikels und man landet stehts beim Einstieg.
Zum kucken:
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast.
Wo wir uns auch rumtreiben: unsere Browser-History weiß es. Zumindest wenn wir sie nicht gelegentlich löschen. Wie gut, dass sie sicher behütet auf dem eigenen Rechner liegt und keine Website dieser Welt sie auslesen kann. Eigentlich.
Aber: es gibt einen interessanten Work-Around, der zumindest auf den allerersten Blick ein kleiner Privatspähren-Schocker ist. Jeder kennts: besuchte Links können andersfarbig markiert werden (z.B. bereits besuchte Suchergebnisse auf Google). Dazu wird nicht abgefragt "welche Websites hast du Browser bereits besucht" (geht nicht), sondern "hast du die Website XY schon besucht?" (geht).
Der ausgesprochen hinterhältige Trick besteht nun darin, diese Frage sehr sehr oft zu stellen – anhand von einer Liste der meist besuchten Websites. Damit ist die Trefferwahrscheinlichkeit zwar hoch, aber darin besteht eben auch die gute Nachricht: In der Masse von Milliarden Website kann nur ein Bruchteil abgefragt werden. Und: die hohe Anzahl an Abfragen dauert ein bisschen. Liesse alsojemand so etwas im Hintergrund auf einer datendiebischen Website laufen müsste man sich dort also schon eine Weile aufhalten, bis ein detailliertes Profil erstellt werden kann.
So sieht es in der Praxis aus...
Würde diese Abfrage im Hintergrund laufen, dann könnte der zu neugierige Betreiber die Ergebnisse übrigens auch in einer Datenbank speichern und zu dem Seitenbesuch einen Cookie setzen. Auf anderen Websites könnte so entsprechend dem gespeicherten History-Profil auf diese Daten zugegriffen werden, um beispielsweise "passende" Werbung anzuzeigen. Unschön.
Apple-Website vor 25 Jahren
Dave Lawrence hat darüber nachgedacht, wie die Apple-Website wohl im Jahr 1983 ausgesehen hätte...vorausgesetzt es hätte schon Internet mit Browser und solchen Schikanen wie Graphik und Farbtiefe gegeben. In groß anzusehen hier.

So oder so ähnlich hätte die Apple-Website 1983 ausgesehen
iPhone: Icons im Anflug
Schaufenster im Apple Flagship-Store in Palo Alto: Application-Icons als Installation – parallel auf Screen und iPhone-Bildschirm



