information superhighway Daten, Menschen, und wie sie miteinander umgehen

15Feb/100

Bio-Hacking: heute schon ein Gen sequenziert?

Heute schon ein Gen sequenziert? Wer den Unterschied zwischen Bio-Hacking, synthetischer Biologie, Systembiologie und Kybernetik kennenlernen möchte, dem sei die Chaosradio-Episode vom 15.02. sehr ans Herz gelegt.

Und auf Youtube gibt Chris Seidel auch noch eine sehr interessante Einführung in das Thema. Hier Teil 1 von 6:

Teil 2Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6

15Feb/100

Augmented Hyper-Reality: die wirklich ganz ganz augmentete Realität

Keiichi Matsuda studiert an der Bartlett School of Architecture in London. Und ihm verdanken wir diese Simulation einer Augmented Reality Umgebung, bei der nicht nur zusätzliche Informationen eingeblendet, sondern auf Oberflächen und Funktionen überlagert werden. Das ganze landet dann natürlich wieder deutlich näher an dem klassischen Konzet der "Virtual Reality" (iih, bääh), macht aber in Demo dennoch plötzlich Sinn. Die überlagerten Layer sind hier eine Ergänzung zur Architektur und Einrichtung.

14Feb/100

Facebook in Zahlen 2010

facebook_map_Google setzt sich gerade mit "Buzz" gehörig in die Nesseln … und Facebook gewinnt unterdessen immer weiter an Schwung. Einige aktuelle Zahlen von Facebook, angereichert mit ein paar vollkommen beliebigen Vergleichen:

  • Aktuell sind 400 Mio.Nutzer bei Facebook registriert. Zum Vergleich: die Europäische Union hat 479. Mio. Einwohner.
  • 100 Millionen Menschen nutzen Facebook über ihr Handy oder Smartphone. Und wer Facebook auf dem Handy nutzt ist auch allgemein doppelt so aktiv auf der Plattform wie ein reiner Online-Nutzer.
  • 50% der Nutzer loggen sich jeden Tag bei Facebook ein. Von diesen 200 Mio. Nutzern erstellen ca. 35 Mio. jeden Tag ein Status-Update.
  • Jeden Monat werden 3 Milliarden Bilder bei Facebook hochgeladen. Zum Vergleich: Flickr gab im Oktober 2009 an, insgesamt 4 Milliarden Bilder zu hosten.
  • Es gibt 3 Millionen aktive "Pages" auf Facebook, 1,5 Millionen davon werden von "Local Businesses" betrieben.
  • Jeden Tag werden 20 Millionen Nutzer Fan einer "Page", insgesamt sind es bislang 5,3 Milliarden Fans (= durchschnittlich ca. 13 Pages pro User)
  • Der durschnittliche Facebook-User hat 130 Freunde, verschickt pro Monat 8 Freundschaftsanfragen, nutzt Facebook mehr als 55 Minuten jeden Tag und schreibt 25 Kommentare im Monat. Ob der durchschnittliche Facebook-Nutzer angesichts dessen noch Zeit für Offline-Banalitäten wie z.B. Sex hat wird nicht erfasst.

Und, ganz großartig: Facebook hat auf Facebook 7,2 Millionen Fans. MySpace hingegen hat nur 84.000.

Diese und mehr Zahlen zu Facebook gibt es hier im Pressebereich.

11Jan/100

Gadgets: der iPhone-gesteuerte Quadrikopter

WIRED stellt in kleinen Video von der Consumer Electronics Show ein Fluggerät vor, das durch Gesten auf dem iPhone ferngesteuert wird. Eine integrierte Kamera in dem ultraleichten Quadrikopter sendet Bilder direkt zurück auf den iPhone-Screen. AR.Drone eignet sich zum Beispiel perfekt für Augmented Reality Games, bei denen über dem gezeigten Kamerabild noch eine weitere, virtuelle Ebene (z.B. mit bösen Monstern, die es abzuschießen gilt) eingeblendet wird. Oder aber der kleine Kamera-Helikopter wird der ganz große Hit für Spanner – das könnte natürlich auch passieren.

Update: Ein deutlich informativeres Video gibt es bei Engadget.

11Jan/100

Mass Customization: die Leiden des jungen Herbert aus Pritzwalk

druckmaschine_254379682_88d2ddd4f4_oWenn Herbert aus Pritzwalk mit den kurzen blonden Haaren in einem Buch über einen Herbert aus Pritzwalk mit den kurzen blonden Haaren liest dann ist das kurios. Außer es ist kein Zufall, und das Buch stammt von Personal Novel. Das ist die Kombination von Print-on-Demand und Personalisierung: individuelle Angaben wie Name, Haarfarbe,  Augenfarbe und Ort werden aus einem Formular in das einzeln gedruckte Buch übernommen. Eine interessante Idee – auch wenn man davon ausgehen darf, dass die Geschichten, in denen Herbert dann vorkommt mit so einigen Einschränkungen klarkommen müssen. Sex, Drugs and Rock n' Roll sind da wohl kaum zu erwarten. Wird ja als Geschenk vermarktet.

Bild: Smelosscross, Lizenz: CC 2.0

10Jan/100

Winterpause beendet

In den letzten 3 Wochen sind einige Posts im Maschinenraum aufgelaufen – und werden jetzt einfach nach und nach freigeschaltet. Es geht also weiter. Frohes Neues übrigens!

Filed under: Uncategorized No Comments
27Dec/090

Offtopic: Weekly Picks

Filed under: Offtopic No Comments
14Dec/090

Die Vermessung des Webs: Zahlenspiele

Ein ganz normaler Tag im Internet... gefunden bei Indiskretion Ehrensache.

A Day in the Internet
Created by Online Education

11Dec/090

Best Practice Mass Customization: Muppets for the masses!

Muppets for the masses! Oh, ist das schön! Nein, mehr als schön, wunderbar! Kermitesk! Beim amerikanischen Spielwarenversender F A O Schwarz kann man sich seinen eigenen Muppet aus dem Baukasten zusammenstellen und produzieren lassen. Aus verschiedenen Grundformen, Nasen, Augen und Bekleidung lassen sich (grob im Kopf überschlagen) 235.872 verschiedene Muppets zusammenstellen. Eine Armee von Muppets! Das Ganze ist mit 129,99$ keineswegs geschenkt, aber angesichts der Individualisierung im Preis doch irgendwie gerechtfertigt.

9Dec/090

Patentpiraten aus dem All

all_sonde
Irdische Fanatiker im Zeichen des geistigen Eigentums haben uns schon immer gewarnt: Das Klauen von eben diesem wird unser aller Untergang. Nun ist es geschehen. Wer es nicht in den Neuen Garten Eden schafft, den erledigt die Apokalypse. Eine gerechte Strafe für uns Sünder. Und das alles weil fiese Außerirdische (oder Engel..., oder sowas in der Art) das US-Patent mit der Nummer 7,107,286 verletzt haben. Wie konnte es nur soweit kommen?

Zum Hintergrund: Nicolas Cage spielt im Film "Knowing" den gottesungläubigen MIT-Prof John Koestler. Es gelingt ihm ein geheimnisvolles Papier zu entschlüsseln, in welchem die Geodaten von Orten enthalten sind, an denen sich Katastrophen ereignet haben, in der Vergangenheit ... und in der Zukunft.

In der Zukunft? Alberne Fiktion? Mitnichten! Die verwendete Technik ist angeblich so oder so ähnlich im eingangs bezeichneten Patent geschützt. Dieses Patent befindet sich sich in den Händen des Unternehmens Global Findability, Inc., das in Washington, D.C. auf unserem Planeten zu finden ist. Und die Genies dort unter der Leitung ihres Bosses Carl Burnett sind not amused, dass ihr - im wahrsten Sinne des Wortes - zukunftsweisendes geistiges Eigentum geklaut wurde. Und das auch noch von Außerirdischen (oder Engeln..., oder sowas), denn diese haben ja die eigentliche Patentverletzung begangen, als sie die Schauplätze als Geodaten in natürlichen Zahlen auf dem Papier verschlüsselten ... im Film [sic!].

Da Global Findability leider, trotz ihres vielversprechenden Mottos We Make Everything Easy to Find, wohl unüberwindbare Schwierigkeiten hatte, die Außerirdischen (oder Engel...) aufzufinden, die im besagten Film das besagte Patent verletzten, haben Burnett und seine Anwälte kurzerhand die Produktionsfirmen Summit Entertainment, LLC und Escape Artists, LLC vor einem Bezirksgericht in Washington wegen Patentverletzung verklagt. Ich sehe drei mögliche Ergebnisse des Gerichtsverfahrens:

  1. Die erste und (angesichts gängiger US-Patentpraxis) wahrscheinlichste Möglichkeit läuft darauf hinaus, dass der patentverletzte Bernett und seine Leute von Global Findability für ihren Geokodierungs-Geniestreich mit vergangenen und zukünftigen Katastrophen bald mit Gold überschüttet werden, weil die Außerirdischen (oder Engel... oder Filmproduzenten und andere Dämonen) die Lizenzen nachbezahlen müssen, bevor sie die Welt endlich auslöschen dürfen.
  2. Oder dieses Mal siegt das Gute, immerhin sitzen die Produktionsfirmen nahe Hollywood, ein Happy End ist greifbar nahe: Global Findability untersagt einfach allen Bösen auf der Welt ihr Patent zu verletzen und im Anschluss auch noch eben jene Welt untergehen zu lassen.
  3. Dritte und unwahrscheinlichste Möglichkeit: ein Bezirksrichter erklärt Herrn Burnett und seinen Anwälten den Unterschied zwischen Realität und Fiktion, vielleicht am leicht verständlichen Beispiel des Weihnachtsmanns.

Jedenfalls ist klar: Die Existenz der Menschheit - ach was, der ganzen Welt! - steht auf dem Spiel. Der Ausgang ist ungewiss. Information Superhighway wird versuchen bis zur letzten Sekunde online zu bleiben.

PS: Falls jemand weiß, wo man vorab einen DSL-Anschluss mit Flatrate im Neuen Garten Eden beantragen kann, bitte schnell bei uns melden, es eilt, danke!

Autor: ISUP Weltraumkorrespondent Anastasios Hatzis
Bild: NASA/courtesy of nasaimages.org